Wie war’s, wie wird’s werden?

Das Jahr 2017 liegt hinter uns, ein neues, 2018, vor uns. Was das alte gebracht hat, ist bekannt, was uns im neuen erwartet, ist ungewiss. So ist der Jahreswechsel Anlass, auf das vergangene zurückzublicken und einen Ausblick auf das neue zu wagen.

Mitgliederzahl auf Rekordniveau

Das Jahr 2017 hat uns zahlreiche neue Mitglieder gebracht, so dass wir fast 3.700 Mitglieder haben – ein Rekord! So erfreulich dieser Zuwachs ist und uns die Attraktivität unseres Vereins zeigt, so wichtig sind die „alten“ Mitglieder, also die, die uns schon teilweise seit Jahrzehnten die Treue gehalten haben und wichtige persönliche Werbung für uns machen. Ihnen sei an dieser Stelle besonders gedankt.

Eines unserer wesentlichen Angebote ist die Rechtsberatung unserer Mitglieder durch kompetene Berater in wichtigen Fragen des individuellen Rechtsschutzes sowohl im Privatrecht als auch im öffentlichen Recht. Schwerpunkt der Beratung, die auch im abgelaufenen Jahr wieder sehr in Anspruch genommen wurde, ist nach wie vor das Mietrecht, aber auch im Baurecht, Wohneigentumsrecht, Erbrecht, Nachbarrecht und Abgabenrecht gab es Beratungsbedarf. Auch wenn wir wegen des für Eigentümer ungünstigen Umfelds nicht immer den Erwartungen am Erfolg des Anliegens gerecht werden können, sehen wir doch aus Reaktionen, nicht nur an den Aufmerksamkeiten zum Jahresende, dass wir unsere Mitglieder zufrieden stellen konnten.

Wertvolle Unterstützung in der Wohnungsverwaltung

Eine weitere wichtige Leistung bieten unsere Fachkräfte bei der Unterstützung Ihrer Wohnungsverwaltung von Nebenkostenabrechnungen bis zur Beitreibung von rückständigen Forderungen. Als zugelassenes Inkassounternehmen  können wir Sie bei der gerichtlichen Durchsetzung unterstützen. Sprechen Sie uns auch weiterhin mit Ihren Anliegen an. Sehr gut nachgefragt waren auch unsere Mietverträge. Wegen Uneinigkeiten mit dem Landesverband wegen des Urheberrechts für den bisherigen Vertrag haben unsere Juristen einen neuen Vertrag entworfen.

Als Zusammenschluss von Grund- und Wohnungseigentümern sind wir neben der unmittelbaren Mitgliederbetreuung durch Beratung und Dienstleistung auch zur Interessenvertetung auf örtlicher Ebene berufen und dürfen feststellen, dass wir als Gesprächspartner wahrgenommen werden.

Haus & Grund im Austausch mit der Politik – und mit klarer Kante

Zu Beginn des Jahres habe ich als Vertreter der privaten Grundeigentümer an einer Diskussion im Lokalfernsehen o-eins über Wohnen in Oldenburg teilgenommen und unseren Standpunkt vertreten. Im Frühjahr haben Herr Hickstein und ich ein sehr offenes und aufschlussreiches Gespräch mit dem Vorsitzenden des Bauausschusses im Stadtrat, Herrn Ulf Prange, geführt. Politiker der FDP haben uns im Sommer besucht und sich allgemein über unseren Verein und die Interessen der privaten Wohnungseigentümer informiert, sich aber besondere für unsere Meinung zum Straßenausbaubeitragsrecht interessiert. Das ist Gegenstand des Arbeitskreises Straßenausbeiträge bei der Stadt, in dem wir auch vertreten sind. Weil Straßen nicht nur von Grundstückseigentümern, sondern von allen Bewohnern der Stadt benutzt werden, halten wir eine Sonderbelastung nur der Eigentümer nicht für gerechtfertigt. Wir werden auch in 2018 versuchen, uns in die politische Diskussion einzubringen. Jede Diskussion ohne uns wird gegen uns geführt.

Steigende Baulandpreise und Baukosten auch in Oldenburg

Die Situation in Oldenburg war und ist geprägt von stark steigenden Baulandpreisen und Baukosten, die sich in höheren Neumieten niederschlagen, auch wenn sich der Anstieg etwas verlangsamt. Wegen der Attraktivität Oldenburgs als Wohnort kann die Ausweisung neuer Bauflächen und die Schließung von Baulücken die Nachfrage nicht decken. Es gibt viele – mehr oder weniger ernsthafte - Lösungsvorschläge, aber eines geht nicht: Die Schuld auf private Vermieter zu schieben. Wer teuer bauen oder kaufen muss, kann nicht billig vermieten. Die Politik fordert zwar die Errichtung preiswerten Wohnraums, kann aber keine sinnvollen Vorschläge machen und zeigt manchmal sogar erschreckende Unkenntnis der tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten.

Politische Großwetterlage bleibt für private Eigentümer wohl ungünstig

Die politische Großwetterlage war und ist nicht günstig für Privateigentümer. Verbesserungen werden wir auch 2018 nicht erwarten können. Nach den Ergebnissen der Sondierungen für eine künftige Koalition soll die Mietpreisbremse überprüft werde. Das wird bestenfalls eine Verschärfung verhindern, aber diesen untauglichen Eingriff in Eigentümerrechte nicht beseitigen. Die Mietpreisbremse schafft weder in Oldenburg noch anderswo eine einzige Wohnung.

Neue Zeitung für die Mitglieder

Nach langer Diskussion haben wir uns entschlossen, unseren Mitgliedern eine andere Zeitung zur Verfügung zu stellen. Die vom Landesverband Oldenburg herausgegebene Oldenburgische Hausbesitzer-Zeitung erfüllt inhaltlich nicht unsere Erwartungen und ist finanziell kaum tragbar. Die Überlegungen, unsern Mitgliedern zukünftig die Zeitung des Landesverbands Niedersachsen zu liefern, sind schon sehr konkret und über „Sondierungen“ hinaus.

Was das neue Jahr uns gebracht hat, werden wir erst an dessen Ende wissen. Aber sicher ist, dass wir uns auch weiterhin für die privaten Grundeigentümer einsetzen  werden. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns weiterhin die Treue halten.

Im Namen von Geschäftsführung und Vorstand wünsche ich Ihnen ein

glückliches Jahr 2018!

Ihr Lambert Janssen

 

Zurück